| ZBrain-Plattformen Software |
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Die ZMC/ZSV - Plattform ist nicht nur ein Hardwarebaukasten sondern gleichzeitig auch eine Entwicklungsphilosophie bzw. ein Entwicklungskonzept. Dieses Konzept heißt: „LabVIEW on Blackfin mit skalierbarem, felderprobtem Prozess I/O“. Zusätzlich zu den standardisierten LabVIEW Funktionsblöcken (VI’s) bietet das SDK mehr als 200 eigene VIs für die ZBrain System Hardware. Natürlich mit allen notwendigen Treibern, realtimefähig.
Mit dem Software Development Kit (SDK) von Schmid Engeneering ist LabView Embedded auf ZMC/ZSV Blackfin direkt realtimefähig. Auf der ZMC/ZSV Zielhardware läuft weder Windows noch ein entsprechendes Betriebssystem, sondern ein echtzeitfähiger, kooperativer Multitaskingkernel von Analog Device mit der Bezeichnung VDK. VDK steht für VisualDSP++ Kernel . Es handelt sich dabei um einen Echtzeitkernel, also ein rudimentäres RTOS von Analog Devices für Blackfin- und SHARC- Prozessoren.
Zusätzliche Funktionen im SDK von Schmid Engeneering sorgen für ein Echtzeitverhalten des erstellten Programmes. Das LabVIEW Diagramm wird in C-Code übersetzt, mit dem VDK Kernel verlinkt und als deterministische Firmware in die Zielhardware geladen. Auf der Kernelebene arbeitet das System mit Zeitfenstern von 100µSek. Daraus ergeben sich für den Realtimebereich Context-Switchingzeiten von 100µSek. Die Reaktion auf einen externen Trigger erfolgt im nSek-Bereich.
Eine graphische Bedieneroberfläche (GUI) zu erstellen ist nicht nur ein enormer Programmieraufwand, sondern bedeutet auch Abstimmungen mit Designern, Marketing, Kunden und Endanwendern. Alle möchten mitreden, haben Änderungswünsche und Abstimmungsbedarf. Auf den BF548 basierenden Plattform kann jeder, nach einer kurzen Einführung, durch Verbinden grafischer Elemente / Instrumente am PC in wenigen Stunden Vorschläge selbst entwerfen, realisieren und prüfen. Das LabVIEW Frontpanel-Konzept für Embedded Anwendungen unterstützt diesen Prozess durch einfach zu handhabende Faceplates. Unterschiedlichste Varianten und Strategien vom einfachen Prozessmonitor bis hin zu komplexen, mehrschichtigen Benutzerführungen können per Drag & Drop aufgebaut werden. Steuerungselemente, Eingabefeld, Taster, Schieberegler und Drehknöpfe, Anzeigen, Linienplots, Tachos, Bargraphen u.a. lassen sich zu Benutzeroberflächen kombinieren. Sehr gute Effekte können auch mit unterschiedlich großen JPG-Bildern erzielt werden. Sie werden über VI’s (Virtuelle Instrumente) sichtbar gemacht und positioniert. So lassen sich GUI-Prototypen oder ergonomische Grafikelemente mit gängigen Zeichnungsprogrammen entwerfen und ins Zielsystem laden. Die Benutzereingaben werden in VI’s ausgewertet und als Events von der Programmlogik verarbeitet. Selbstverständlich können auch eigene C-Programme eingebunden werden. Anschließend wird der Code generiert, welcher der Embedded CPU die gesamte Kontrolle über das GUI übergibt. Als Interface dienen kompakte Color TFT’s mit Touchfunktionen. Die Bedieneroberfläche kann parallel zur Hardware und zur Prozesssoftware entwickelt werden.
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